Handarbeit aus Italien! Die Metallverarbeitung
Mart Stam und seine Kollegen am Bauhaus begannen mit Stahlrohr als Material zur industriellen Möbelherstellung zu experimentieren. 1-zölliges Rohr war zwar als Material von Gas-und Wasserleitungen allgemein und günstig verfügbar, seine Verarbeitung jedoch stellte sie vor damals unlösbare Aufgaben und es erfordert noch heute einen hohen Aufwand, daraus einen Stuhl zu fertigen.

Stapelweise wird das Rohmaterial angeliefert und im ersten Schritt zugeschnitten. Das Gestell einer Corbusier Liege erfordert beispielsweise Rohrstücke in fünf verschiedenen Längen.

Computergesteuerte Biegemaschinen bringen die Abschnitte in Form. Das Gestell der Corbusier Liege, um bei diesem Beispiel zu bleiben, erfordert 16 Biegungen verschiedener Radien.

Die fertig gebogenen Teile werden anschliessend in Schablonen fixiert und miteinander verschweisst. Im Bild links das Gestell eines Corbusier LC2 Sessel, rechts das einer Corbusier Liege.

Nicht weniger als 14 Schweissnähte müssen im nächsten Schritt von Hand verschliffen werden, bevor die rohen Gestelle fertig für den Transport zum Galvanisierbetrieb sind.