Marcel Breuer Es gibt 4 Produkte.

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    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken mit Kernleder bespannt. Abmessungen: 79 x 69 x 73 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Sitzhöhe 42 cm. Farbmuster ansehen

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    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken Wiener Geflecht auf Buchenholzrahmen. Natur oder schwarz lackiert. Abmessungen: 47 x 60 x 80 cm ( W x D x H )

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  • 207,00 € 230,00 € -10%

    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken Wiener Geflecht auf Buchenholzrahmen. Natur oder schwarz lackiert. Abmessungen: 55 x 60 x 80 cm ( W x D x H )

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  • 495,00 € 550,00 € -10%

    Verchromtes Stahlrohrgestell. Laminierte Holzplatten in schwarz oder weiss erhältlich. Abmessungen: 55 x 48 x 45 cm  136 x 48 x 45 cm   

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Marcel Breuer (1902-1981). Der Handwerker.

Marcel Breuer - Praxis vor Theorie 

Dogmen und Theorie schätzt Marcel Breuer nicht besonders. Sein Fokus liegt immer auf dem praktischen Erarbeiten eines Modells.

Heute wird sein Name in erster Linie mit Stahlrohrmöbeln und dem Bauhaus in Verbindung gebracht, dem er seinen handwerklichen Stempel aufsetzte. 

Marcel Breuer - Am Bauhaus

Das Bauhaus prägte Marcel Breuer und er prägte Bauhausmöbel.

Nachdem er die zu konservative Akademie der Bildenden Künste in Wien trotz Stipendium verlässt, beginnt er sein Studium am Bauhaus in Weimar als einer der ersten Tischlerlehrlinge. Mit Ausnahme eines Baus in Wiesbaden wird keiner der zahlreichen Architekturentwürfe seiner Zeit in Deutschland realisiert. Auch erhält er nie eine formale Architekturausbildung. Stattdessen wird er Leiter der Möbelwerkstatt am Bauhaus und entwirft nach dem Umzug nach Dessau die Einrichtung der Meisterhäuser, unter anderem für Kandinsky.

Breuer verkörpert in seinen Entwürfen perfekt die Designphilosophie der Bauhausschule. Er experimentiert und entwickelt auf Basis der Grundwerte Funktionalität und Minimalismus und setzt sich dabei mit standardisierten und normierten Formen auseinander.

Parallel zu seiner Schule durchläuft auch Breuer eine Entwicklung von Kunst und Handwerk zu Kunst und Technik. Während der Lattenstuhl noch auf handwerklicher Arbeit beruht sind seine Stahlrohrmöbel repräsentativ für die wachsende Bedeutung des technischen Aspekts. 

Er verlässt das Bauhaus 1928 arbeitet aber weiterhin mit Walter Gropius. 

Marcel Breuer - Entwicklung der Designklassiker von Holz- zu Stahlrohrmöbeln

Der Afrikanische Stuhl, Breuers erstes Möbel ist noch von handwerklicher Romantik geprägt. In dieser Zeit entwickelt er bei anderen Projekten zwar schon die neue Formsprache, folgt aber noch einer traditionellen Raumauffassung. Das sollte sich in den kommenden Jahren ändern. Kleinere Wohneinheiten erforderten eine zeitgemäße Möblierung, die weniger Raum beanspruchte.

Marcel Breuer - Der Lattenstuhl

Der Lattenstuhl ist für das Bauhaus eine Art Prototyp für den Stuhl. Funktionalität sollte im Vordergrund stehen und geeignet für die Serienproduktion sollte er sein.

Eine klare Anlehnung an Gerrit Rietvelds Entwürfe erfüllt der Stuhl alle Anforderungen der Designlehre. Auch die Kritik an dem Stuhl ist exemplarisch. Ein unbequemes Kunstwerk sagen die einen, ein perfekt umgesetztes Designideal, die anderen. Er wurde auch in Serie produziert aber nie ein kommerzieller Erfolg.

Marcel Breuer - Der Wassily Chair 

Während der Lattenstuhl eher als Designstudie Bedeutung hat, ist der Wassily – 1926 nur Stahlrohrsessel genannt - nicht nur der prominenteste der Möbelentwürfe von Marcel Breuer  sondern auch heute noch ein begehrtes Designobjekt. Es ist eines der spektakulärsten Objekte des Bauhauses. Breuer hatte die Probleme hinsichtlich des Biegens der Stahlrohre elegant gelöst und damit dem Möbelbau ein neues Material erschlossen. Er ging dabei von einem traditionellen Clubsessel aus und erarbeitete das Thema neu. Dabei sollten die verwendeten Materialen leicht, preiswert, zerlegbar und hygienisch sein.

Breuer widmete sich dem Thema einige Jahre und entwarf eine Kollektion an Stühlen und Sesseln, darunter auch Freischwinger, Schreib- und Beistelltischen und Schränken. Breuer erwartete in erster Linie Kritik und war vom kommerziellen Erfolg der Serie überrascht.

Marcel Breuer - Der Cesca Chair

Der Cesca Stuhl, mit und ohne Armlehne erhältlich, wird nicht nur erfolgreich produziert und vermarktet sondern steht auch im Mittelpunkt einer langjährigen Urheberrechtsstreitigkeit die sich um Freischwinger von Mark Stam, Mies van der Rohe und Marcel Breuer rankt.

Er begründete mit den Stahlrohrmöbeln einen neuen Möbeltypus. Sie wurden zu einem Symbol für radikale Modernität.

Marcel Breuer - Weitere Möbelentwürfe 

Die frühen 30er Jahre, von einer schlechten Auftragslage geprägt,  verbringt er auf Reisen und arbeitet an Aluminiummöbeln, die zwar ausgezeichnet werden und auch in Serie gehen, aber nie ein kommerzieller Erfolg werden.

Als er 1935 nach London auswandert findet er als Leiter der Designabteilung bei der Firma Isokon mit Schichtholzmöbeln zu organischen Formen. Diese Entwürfe zählen zu den frühesten Möbeln, die die Form des menschlichen Körpers aufnehmen und sind Vorläufer von organic furniture, das in den USA der 40er Jahre seine Blütezeit erleben sollte.

Marcel Breuer - Zweite Karriere als Architekt in den USA 

Nachdem er 1937 auf Anregung von Walter Gropius nach Amerika auswandert ist er besonders als Architekt gefragt und erfolgreich. Aber seine europäischen Jahre sind bestimmt von Möbeldesign und Inneneinrichtung. Es sind hauptsächlich seine Möbelentwürfe aus den 20er und 30er Jahren, die heute als Designklassiker gelten. 

Als Professor an der School of Design in Harvard inspiriert er eine ganze Generation von Designstudenten während er eine zweite Karriere als gefragter, internationaler Architekt beginnt. Nach einigen Jahren der Zusammenarbeit mit Gropius, seinem Mentor aus frühen Jahren, ist er bis zu seinem Ruhestand 1976 in seinem eigenen Architekturbüro Marcel Breuer & Associates tätigt. Er stirbt 1981 in New York.