Harry Bertoia Es gibt 2 Produkte.

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Harry Bertoia (1915-1978). Wie klingt Design?

Harry Bertoia - Ein junges Talent

Harry Bertoias künstlerisches Talent wurde von Anfang an gewürdigt. Als sein Vater den damals 15jährigen italienischen Jungen zu einem Besuch des Bruders nach Detroit mitnimmt, erhält er gleich einen Platz für begabte Schüler an der Cass Technical High School.

Es sollte der Beginn einer erfüllten Karriere als Designer und Künstler sein. Schon als Stipendiat an der Kunstschule der Detroit Society of Arts and Crafts nimmt er an vielen örtlichen Kunstwettbewerben teil.

Ein weiteres Stipendium brachte Bertoia an die Cranbrook Academy of Art. Eliel Saarinen, Eero Saarinens Vater bot ihm an, die Fachabteilung für Metallarbeiten aufzubauen. Harry Bertoia hatte sein Material gefunden.

Harry Bertoia - At the Cranbrook Academy 

Die Cranbrook Akademie war ein anregender Treffpunkt für junge Künstler. Eine junge Einrichtung ohne Zeugnisse, die stattdessen mit einer sozialen Philosophie ihre Studenten dazu anregte die Kunst zu erforschen und sich selbst auszudrücken.

Die Beziehungen und Verbindungen, die sich dort bildeten, sollten einige der erfolgreichsten Teamarbeiten der Geschichte des modernen amerikanischen Designs und über den Kontinent hinaus hervorbringen. Charles und Ray Eames trafen sich dort, Eero Saarinen lehrte, Walter Gropius war Gast um nur einige zu nennen.

Harry Bertoia - Der Schmuckdesigner

Auf Grund der Knappheit von Metall während des Krieges arbeitete Bertoia vorwiegend mit Schmuck, da er den mit geringen Mengen des wertvollen Materials herstellen konnte. So waren zum Beispiel Charles und Ray Eames Hochzeitsringe von Bertoia gefertigt. Die Beziehung von Eames und Bertoia sollte aber noch weiter gehen.

Harry Bertoia - Der Möbeldesigner 

1943 begann Bertoia mit Eames Techniken zur Formung von Schichtholz zu entwickeln. Sie bauten dabei auf den Entwürfen für den Organic Design Wettbewerb auf, mit denen Eames und Eero Saarinen zuvor gewonnen hatten. Die Siegerentwürfe konnten noch nicht erfolgreich massenproduziert werden und Bertoia wurde hinzugezogen um bei der Lösung der Probleme zu helfen. Die Trennung der Armlehnen vom Rückenteil und auch der skelettartige Stahlrohrunterbau für die Schichtholzstühle waren Bertoias Werk, aber der Verdienst für keines der beiden wurde ihm zugeschrieben. Als er die Grenzen dieser Zusammenarbeit erkannte, zog er weiter.

Harry Bertoia - Die Zusammenarbeit mit der Firma Knoll 

Die Firma Knoll war wie Cranbrook, wo Florence Knoll eine Studienkollegin war, ein Schmelztiegel für modernes Design. Sie bot Bertoia die Möglichkeit unter eigenem Namen und bei guter Bezahlung alles zu entwerfen wonach ihm der Sinn stand.

Bertoia war nun ein gemachter Mann. Er konnte sein Haus und Studio in Pennsylvania, bis heute Familieneigentum, kaufen und die Tantiemen für seine äußerst erfolgreiche Drahtstuhlkollektion machten es ihm möglich sich bis zu seinem Lebensende ausschließlich seiner Bildhauerkarriere zu widmen.

Harry Bertoia - Die Diamond Chairs

Die Diamond Stuhlserie war geboren. Die Kollektion von innovativen Sitzgelegenheiten aus Stahldraht mit dem charakteristischen Stahlrohrunterbau, der in einem komplexen Verfahren handverschweißt wird, beinhaltet Barhocker, Sessel, Stuhl und einen Kinderstuhl.

Bertoia konnte alle technischen und industriellen Schwierigkeiten überwinden, aber die Form der Stühle kam aus dem Künstler in ihm. Er wird oft zitiert wie er den Stuhl mit einer Skulptur vergleicht.

Harry Bertoia - Weitere Designklassiker 

Auch der Bird Chair zeigt deutlich seine Verwandtschaft mit  der Diamond-Serie, hat aber eine dominantere Form und ist üblicherweise komplett gepolstert.

Der allererste Entwurf für Knoll war die ausgeklügelte Bertoia Bench. Sie zeigt noch nicht die charakteristische Drahtgitterstruktur, aber die Kombination aus Holzlatten mit geschweißtem Drahtunterbau war ein vielversprechendes Vorzeichen für die Drahtstuhlkollektion die erst 1952 folgen sollte.

Harry Bertoia - Der Künstler 

Im Herzen war Harry Bertoia Künstler. Und ein höchst produktiver, gelinde gesagt. Er hat über 50000 Kunstobjekte erschaffen. Er begann schon früh als Schüler mit experimentellen Drucken und Zeichnungen, die später als Monoprints bekannt wurden und sein Portfolio umfasst später Schmuck, vollendete Gebrauchsgegenstände und ganz besonders Skulpturen.

Harry Bertoia - Das Spiel mit Metall

Seine wahre Leidenschaft war die Metallbildhauerei, wie man schon seinen Drahtstühlen entnehmen konnte und er wird oft mit folgenden Worten zitiert: „...genaugenommen sind Stühle auch Studien in Raum, Form und Metall. Wenn man genau hinschaut, wird einem klar, dass sie hauptsächlich aus Luft bestehen, genau wie eine Skulptur. Der Raum geht durch sie hindurch.„

Das Zusammenwirken von Metall, auf vielfältige Weise bearbeitet, und Luftbewegung faszinierte ihn und er schuf verschiedene Klangskulpturen, die nicht nur visuell atemberaubend sind, sondern auch eine hörbare Erfahrung. Er produzierte sogar eine Serie von Alben unter dem Namen Sonambient, die ausschließlich mit seinen Skulpturen und deren Zusammenspiel mit Naturelementen eingespielt wurden.

Harry Bertoia gab organischem Design eine völlig neue Bedeutung.