Stühle Es gibt 24 Produkte.

Unterkategorien

  • Le Corbusier

    Le Corbusier Designer Stühle

    Wenn von Le Corbusier Designer Stühlen die Rede ist, geht es eigentlich um einen Bestimmten: den LC 7 Drehstuhl.

    Wie alle LC Designklassiker (mit Ausnahme der Sofakollektion) im Jahr 1929 auf der Pariser Herbstmesse vorgestellt, ist auch der Stuhl eine Teamarbeit. Abgesehen von Le Corbusier selbst haben sowohl sein Cousin, Pierre Jeanneret als auch die junge Designerin Charlotte Perriand einen nicht unbedeutenden Beitrag geleistet.

    Die fruchtbare Zusammenarbeit der drei hat die Geschichte des modernen Möbeldesigns entscheidend mitgeprägt. Vor allem weil die daraus resultierenden Entwürfe Musterbeispiele für den Bauhaus Stil sind.

    Der Le Corbusier Stuhl im Schatten der anderen LC Polstermöbel

    Obwohl der Ruhm der anderen LC Möbel den des Siège tournant, fauteuiloft überschattet, füllt der außergewöhnliche Drehstuhl eine Lücke, die seine berühmteren Geschwister nicht füllen können. Während die Sessel ausgezeichnete Arbeit als Lounger in Warte- und Wohnzimmern der ganzen Welt leisten, ist nur der Stuhl vielseitig genug auch als Esstisch- oder Konferenzstuhl zu dienen. Und das macht er ausgezeichnet. Die gepolsterte Sitzfläche und der ebenfalls gepolsterte Halbkreis der die Rückenlehne bietet, sorgen für exzellenten Sitzkomfort. Dank der Drehfunktion qualifiziert er sich auch als Bürostuhl; besonders für jene Designfreunde, die vom üblichen Office-Look gelangweilt sind.

    Das Stahlrohrgestell sowie die charakteristische Polsterung, die ihm sofort als Le Corbusier Design ausweisen, ergeben zusammen beinahe eine Umkehr des Gedankens, die Le Corbusier zum LC 1 geführt haben. Statt eines traditionell gepolsterten Clubsessels ohne  Polsterung sehen wir bei diesem Entwurf die Polsterung als hervorragendes Merkmal für einen Stuhl der typischerweise  ohne diese auskommen würde.

    Le Corbusiers Möbel sind ein gutdurchdachtes Modul seines Gesamtschaffens und jedes einzelne Design hatte einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Obwohl nur eine begrenzte Auswahl an Materialien zum Einsatz kommt, gelang es dem Architekten jedes Möbel genau so zu gestalten, daß sie ihren Zweck bestmöglich erfüllen. Da gibt es nichts hinzuzufügen oder abzuziehen. Diese Entwürfe verdanken ihre Existenz letztendlich dem Wunsch des Designers seine Projekte genau nach seinen Vorstellungen einrichten zu können.

    Der Le Corbusier Stuhl dient seinem Zweck nicht ohne Grund jetzt schon seit Produktionsbeginn 1978. 

  • Charles Eames

    Charles Eames Designer Stühle

     

    Charles und Ray Eames sind zwei schillernde Figuren in der Welt des Möbelbaus. Modern und voller entdeckerischem Drang haben sie gemeinsam mit Materialien, Formen und Produktionsmethoden experimentiert und bei fast jedem Versuch einen Volltreffer gelandet.

    Es gibt eine ganze Reihe Charles Eames Designer Stühle, jeder eine Glanzleistung für sich. Heute genießt vermutlich der Eames Lounge Chair den größten Bekanntheitsgrad, aber zahlenmäßig sind ihm seine weniger mondänen Cousins wie die Plastic Chairs und allen voran die Aluminium Chairs weit überlegen. Gemeinsam bedienen sie wohl jede erdenkliche Wohnherausforderung solange sie sich durch einen Stuhl lösen lässt.

     

    Ein Charles Eames Stuhl für jeden Geschmack

     

    Die Aluminium Serie selbst bietet schon eine breite Auswahl, vom schlichten Lounger mit Ottoman bis zum Bürostuhl für die oberen Etagen ist alles dabei. Je nach Modell und Ausführung macht ein Charles Eames Aluminiumstuhl im Großraumbüro eine ebenso gute Figur wie auf der Terrasse zu Hause. Als Einsteigermodell darf der Aluminium Chair EA 117 herhalten und das ist keine kleine Aufgabe. Bequem, leicht, mit Dreh- und Kippfunktion kann man dem Modell keine Makel vorwerfen. Und das gute Aussehen der Produktfamilie hat er auch geerbt.

    Wer es aber etwas luxuriöser schätzt kann auf gepolsterte Ledermodelle ausweichen. In der Oberliga hat der SoftPad Chair EA 217 das Sagen. Und eine Polsterung, die ohne zu dick aufzutragen eine unschlagbare Sitzqualität liefert. Dazwischen gibt es unzählige Variationen um individuelle Sitzpräferenzen zu befriedigen.

    Auch die Plastikstühle haben ein breit gefächertes Einsatzgebiet. Als Konferenzstühle, im Heimbüro, am Esstisch oder im Wohnzimmer sind diese Stühle sowohl als Möbeldesigns als auch als Nutzobjekte eine Freude. Ausgangspunkt für die Entwürfe der Plastic Chairs war es eine Sitzschale aus einem Stück zu formen, die auch ergonomische Grundlagen berücksichtigt. Nicht nur das ist gelungen. Auch optisch sind die Stühle eine erfreuliche Addition in jedem Raum.

    Charles und Ray Eames haben durch die Art in der sie sich verschiedenen Designaufgaben gestellt haben praxisnahe, sympathische Möbel entworfen, die bis heute ebenso aktuell und zeitgemäß sind, wie in den Jahren ihrer Markteinführung. Den einen Charles Eames Stuhl gibt es nicht. Jeder muss seinen eigenen entdecken. So wie die Eames die Welt des Möbelbaus neu entdeckten. 

  • Arne Jacobsen

    Arne Jacobsen Designer Stühle

     

    Der Däne Arne Jacobsen hat gründliche Entwicklungsarbeit geleistet bevor er in den 50er Jahren mit einer Reihe innovativer Formholzstühlen brillierte. Den Anfang machte die Ameise, allgemein als Ant chair bekannt. Ein dreibeiniger, stapelbarer Stuhl dessen Sitzfläche ohne Unterbrechung in die Rückenlehne übergeht. Was für den Laien nicht aufsehenerregend erscheint, war für den Hersteller eine besondere schwierige Aufgabe.

    Es folgten verschiedene Entwürfe für Designerstühle in verschiedenen Formen, mit und ohne Rollen und Armlehnen. Gemeinsam haben alle das Material: Formsperrholz.

    Nicht zuletzt dank Jacobsens intensiver Forschung in diesem Bereich ist geformtes Sperrholz heute kein ungewöhnliches Material im Bereich des Möbelbaus. Damals allerdings war es eine Herausforderung das Material so zu formen, dass sich eine stabile Sitzfläche, bzw. Sitzschale produzieren lies.

     

    Der Arne Jacobsen Stuhl – Ein Designermöbel zum gernhaben

     

    Der Höhepunkt dieser langjährigen Forschungsarbeit kam 1955 mit den Stühlen der Serie 7, genauer gesagt dem 3107 Stuhl.  Es heißt heute, dieser oft als idealer Küchenstuhl gefeierte Entwurf ist einer der meistverkauften Stühle der Welt. Nicht nur das. Dieses einfache, unprätentiöse Design hat einen eigenen Typus begründet. Kaum ein Möbelhaus, das ohne ein Modell dieser Art auskommt. Natürlich ohne viel Aufhebens um Originaltreue zu machen.

    Das Original selbst ist seit 1955 ohne Unterbrechung in Produktion. Diese Tatsache spricht für sich selbst.

     

    Ein Küchenstuhl mit Charakter

     

    Ob als Esszimmerstuhl 3107 oder, wie gesagt, als populärer Küchenstuhl, den  3107 bringt man üblicherweise mit einer fröhlichen Gesellschaft in Verbindung. Wenn man ihn so um den Tisch herumstehen sieht, kann man sich leicht eine Bande von Kindern vorstellen, die durch das Haus tobt oder eine gesellige Runde die Freunden, die endlich mal wieder Zeit für ein zwangloses Treffen gefunden hat.

    Gesellschaftlich ist der 3107 auch ein Erfolg weil er sich stapeln lässt. Nicht zuletzt ein Grund warum sich auch Konferenzräume oder Veranstaltungshallen gerne von den Talenten dieses Möbeldesigns überzeugen lassen.

    Und nicht zuletzt sitzt man einfach gut im Arne Jacobsen Stuhl. Das ist wohl der beste Beweis, dass sich hinter der Bezeichnung Arne Jacobsen Designer Stühle keine leeren Versprechungen verbergen sondern ein wahres Möbeltalent, das seinen guten Ruf durchaus verdient.  

  • Mies Van der Rohe

    Mies van der Rohe Designer Stühle

     

    Der weltberühmte Architekt und Designer Ludwig Mies van der Rohe hat in beiden Bereichen Entwürfe geschaffen die heute als ultimative Bauhaus Klassiker gelten. Darüber hinaus treffen sie auch heute noch den Geschmack von Design-Feinschmeckern.

    Obwohl das Design von Möbeln eher als Beiwerk zur von ihm geschaffenen Architektur diente, sind es Möbel wie der Barcelona Sessel die heute noch genauso aktuell scheinen wie in den 20er und 30er Jahren, während die Bauwerke doch eher aus der Mode gekommen sind.

     

    Kann man sich überhaupt für einen Mies van der Rohe Stuhl entscheiden?

     

    Es ist nicht einfach unter den Mies van der Rohe Designer Stühlen eine Auswahl zu treffen. Eines lässt sich mit Sicherheit sagen. Die Wahl wird in jedem Fall auf einen Freischwinger fallen. Ein Stuhltypus, der in den 20er Jahren viele Designer faszinierte und allen voran Mies van der Rohe.

    Die ersten beiden Modelle, der MR 10 Freischwinger ohne Armlehnen und der MR 20 Freischwinger mit Armlehnen, stehen ganz im Zeichen des Stahlrohrs. Für die Weissenhof Musterhaussiedlung in Stuttgart entworfen und auch dort vorgestellt, stehen sie symbolisch für die Entwicklungen, die sich in diesen Jahren im Möbeldesign vollzogen. Metall, industrielle Produktionsmethoden, Praktikabilität und Minimalismus waren die Schlagworte um die sich die Designwelt drehte. Der MR 10 und MR 20 sind die perfekten Verkörperungen dieser Entwicklung.  Beide sind an Zurückhaltung nicht zu überbieten. 

    Wie ein Upgrade dazu wirkt der Brno Stuhl, der nur kurz danach in der Villa Tugendhat  in Brno debütierte. Obwohl man kaum behaupten kann, dass dieser Freischwinger nicht schlicht ist, gibt er sich dank der gepolsterten Sitzfläche und Rückenlehne luxuriöser. Dieses Modell gab es von Anfang an in zwei Varianten. Die leichtere Variante in Stahlrohr war für öffentliche Bereiche wie den Essraum und die Bibliothek  des Hauses vorgesehen. Die Brno Stühle für das Schlafzimmer hingegen wurden aus Flachstahl gefertigt, eines der Materialien, die den Barcelona Sessel zu einem Riesenerfolg machten.

    Es überrascht nicht, dass die beiden Versionen auch heute noch ähnliche Einsatzgebiete finden. Die Stahlrohrversion ist ein beliebter Konferenzstuhl, eine buchstäblich leichte und stilsichere Wahl.  Die schwerere Flachstahlversion findet sich eher in modernen Privatgemächern wieder. Es ist also doch nicht so schwer sich für einen Mies van der Rohe Stuhl zu entscheiden!

  • Eileen Gray

    Eileen Gray Designer Stühle

     

    Die in Irland geborene Eileen Gray erstaunte ihre Zeitgenossen und auch uns heute mit ihrer Fähigkeit zum Wandel. Auf der einen Seite bringen frühere Einzelstücke, lackkunstverzierte Kunstwerke als Möbel getarnt, Millionen bei den exklusivsten Auktionen.

    Auf der anderen Seite hat die Designerin eine kleine aber ausgesprochen feine Kollektion an minimalistischen Stahlrohrmöbeln geschaffen, die dem Bauhaus alle Ehre macht ohne auch nur ansatzweise die Tristesse mancher ihrer männlicher Kollegen zu übernehmen. Eileen Gray hat es immer verstanden in ihrer Arbeit humorvolle und vor allem persönliche Akzente zu setzen, was ihre Möbel zu erfreulichen Musterbeispielen für Classic Design macht.

     

    Der Roquebrune Stuhl – Ein wahrer Eileen Gray Stuhl

     

    Nur wenige Eileen Gray Designer Stühle werden heute noch produziert. Am bekanntesten ist der Roquebrune Stuhl, eine zierliche Erscheinung aus verchromtem Stahlrohr mit einer schlichten Lederbespannung als Sitz- und Rückenfläche. Das einzige Zierelement ist hier die Schnürung der Rückenlehne, die entfernt an eine Korsage erinnert. Vielleicht Eileen Grays Art etwas Weiblichkeit in die ansonsten eckige Kreation einzubringen?

    Der Roquebrune Stuhl überrascht, wie viele andere Designklassiker die ebenfalls sehr reduziert daherkommen, mit seiner Bequemlichkeit. Wie auch bei Le Corbusier sind es geschickt gewählte Winkel und Neigungen statt einer Polsterung, die letztendlich für den Sitzkomfort sorgen.

    Dieser Eileen Gray Stuhl hat auf jeden Fall Persönlichkeit. In Kombination mit dem Jean Klapptisch der Designerin schafft der Roquebrune als Küchenstuhl die perfekte Atmosphäre für ein intimes Frühstück an einem sonnigen Sommermorgen. Genauso wie sie es sich wahrscheinlich vorgestellt hat in ihrem Haus E1027 an der französischen Riviera in Begleitung ihres Lebensgefährten Jean Badovici. Denn die Designerin hatte immer einen persönlichen Bezug zu ihren Entwürfen.

    Alternativ macht sich der Stuhl ausgezeichnet als Esszimmerstuhl. Dann vielleicht nicht unbedingt mit einem Eileen Gray Tisch sondern einem großen Le Corbusier Glastisch?

     

    Ein Stuhl für Maharajahs  - Der Transat Stuhl

     

    Ein anderer Entwurf ist nicht weniger interessant, auch wenn er heute eher als Fallstudie denn als gewöhnliches Einrichtungsobjekt in Erscheinung tritt. Der Transat Stuhl erinnert an die Deckstühle der Transatlantikschiffe seinerzeit. Er war ursprünglich für die Terrasse ihres eigenen Haues gedacht aber es heißt auch der Palast des Maharajahs von Indore konnte sich mit einigen Exemplaren schmücken. 

  • Harry Bertoia

    Harry Bertoia Designer Stühle

     

    Harry Bertoia ein One-Hit-Wonder zu nennen, ist natürlich nicht ganz zutreffend auch wenn viele glauben es gibt nur ein, wenn auch berühmtes, Möbeldesignkonzept von ihm. Denn dieser eine Hit von ihm hat sich zu einem langjährig erfolgreich verkauften Designklassiker entwickelt.

    Ähnlich wie Eero Saarinen hat auch Bertoia mit der Firma Knoll einen perfekten Partner gefunden um sein Konzept zu realisieren. Das Material seiner Wahl, das sollte auch seine spätere künstlerische Karriere beweisen, war immer Metall. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass es sich bei seiner Möbelkollektion um Drahtmöbelstücke handelt. Genaugenommen aus Edelstahl gefertigte Drahtgitterstühle.

    Zugegebenermaßen, hat man den Drahtstuhl noch nie gesehen oder darin Platz genommen, ist es schwer sich vorzustellen wie bequem  der Harry Bertoia Stuhl tatsächlich ist. Auf Stahldraht Platz zu nehmen, scheint eher eine Tortur als Sitzvergnügen. Aber Bertoia ist es immer gelungen Metall eine zarte, weiche Note zu verleihen. Sei es in Form dieser Stühle oder den kunstvollen Skulpturen, denen er sich später in seinem Leben gewidmet hat.

     

    Der Harry Bertoia Stuhl – Kunst für den Alltag

     

    Ob Harry Bertoia Designer Stühle oder Skulpturen, die Durchlässigkeit der Objekte ist gewollt. Immer wieder nimmt der Designer Bezug auf Luft und Raum, die durch seine Kreationen hindurchgehen.

    Der Wire Chair, ein beliebter Esstisch- und Küchenstuhl, besteht aus einer uniformen Sitzschale aus Drahtgitter, die auf einer schlanken Stahlkonstruktion ruht. Während die Drahtkomposition für Leichtigkeit sorgt, nehmen die abgerundeten Kanten dem Stuhl die optische Härte, die man eigentlich von dem Material erwarten würde.

    Der Diamond Chair ist eine Abwandlung des Wire Chairs. Mit Armlehnen und einer stärkeren Neigung der Rückenlehne gibt er sich als Ruhemöbel. Durch die dreidimensionale Formung der Sitzschale ergeben sich für den Betrachter interessante Effekte da die unterschiedlich wirkende Konzentration der Drähte verschiedene Muster aus verschiedenen Winkel ergibt. Im richtigen Licht fühlt man sich auch an ein in der Luft schwebendes Stück Stoff erinnert. Ein Kunstwerk für zu Hause für das Bertoia den kommerziellen Erfolg, den diese Entwürfe ihm gebracht haben, wahrlich verdient hat. 

  • Philippe Starck

    Philippe Starck Designer Stühle

     

    Der französische Aufrührer der Designwelt hat eine erstaunliche Anzahl an Designprojekten vorzuweisen. Alleine 114 Designersessel und –Stühle zieren seine Webseite. Ihm deshalb Wahllosigkeit oder Inhaltslosigkeit vorzuwerfen wäre vorschnell. Kommerz allerdings ist ihm ein guter Freund. Denn obwohl Starck eine ganze Reihe hochkarätiger und exklusiver Aufträge angenommen hat, die größte Aufmerksamkeit hat er wohl mit seiner proklamierten Demokratisierung des Designs erreicht. Und so kommt es, dass ein exklusiv für den Riesendiscounter Target designter Philippe Starck Stuhl schon für ein paar Dollar zu haben war. Cheap Chic ist nicht nur der Name einer seiner Designerstühle sondern oft auch Programm.

    In den 80er Jahren war Extravaganz allerdings noch wichtiger als sozialkritische Botschaften. Betrachtet man Philippe Strack Designer Stühle im Verlauf der letzten 45 Jahre kann man die Entwicklung nachvollziehen.

     

    Der Costes Stuhl - Nur ein Philippe Starck Stuhl unter vielen?

     

    Der Costes Stuhl war Teil der Inneneinrichtung des legendären Cafe Costes in Paris. Nicht nur die Innenarchitektur sondern auch die von ihm entworfenen Designermöbel trugen damals einen Großteil zu Starcks rasend wachsenden Ruhm bei. Und nicht ohne Grund.

    Heute begegnet man dem Costes Stuhl höchstwahrscheinlich in einem gepflegten Esszimmer dem ein durchdachtes Einrichtungskonzept zugrunde liegt. Diesen Stuhl sucht man nicht zufällig aus. Understatement ist es zwar nicht was ihn auszeichnet aber trotzdem ist er nicht aufdringlich. In jedem Fall ein Designklassiker, den man nicht so leicht übersieht.

    Als erstes fällt die großflächige, elegant gewölbte Rückenlehne aus Formsperrholz auf, die gleichzeitig die Armlehnen bildet und die Sitzfläche von allen drei Seiten umgibt. Und sie ist nicht das einzige interessante Element dieses markanten Stuhls. Gehalten wird die Lehne von einem Stahlrohrrahmen mit nur drei Beinen. In dem populären und üblicherweise voll besetzten Kaffeehaus sollte das die Arbeit der Kellner erleichtern während der gepolsterte Ledersitz für das Wohl der Gäste sorgte.

    Designermöbel von Philippe Starck kommen in den verschiedensten Spielarten. In Plastik und Bonbon-Farben oder edel poliertem Holz und gediegenen Farben. Der Costes Chair gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Kein Wegwerfartikel, sondern ein Möbelstück, an dem man sich lange erfreut.

  • Marcel Breuer

    Marcel Breuer Designer Stühle

     

    Auch wenn Marcel Breuer als Architekt nie ganz den Bekanntheitsgrad seines Kollegen Mies van der Rohe erreicht hat ist er ihm als Möbeldesigner auf jeden Fall ebenbürtig. Seine Entwicklung von handwerklichen Techniken hin zu industriellen  Methoden und letztendlich die Verschmelzung der beiden ist exemplarisch für den Paradigmenwechsel am Bauhaus allgemein. Die Marcel Breuer Designer Stühle gehören zu der Art von Designerstühlen, die nicht nur hübsch oder praktisch sind sondern auch die Geschichte einer Ära des Designs erzählen. Aus einer Zeit als Innovationen noch wirklich innovativ waren und das Wort Designermöbel kein inflationär gebrauchter Begriff. 

     

    Der Marcel Breuer Stuhl vereint Tradition und Moderne

     

    Die Cesca Stühle sind nicht nur Designklassiker sondern Musterbeispiele des Möbeldesigns und zwar gleich in mehreren Kategorien.

    Die Cesca Freischwinger B32 und B64 sind unter den ersten erfolgreich umgesetzten Freischwingern überhaupt, ein Konzept, dass Ende der 20er Jahre mehrere Designer am und um das Bauhaus faszinierte. Mark Stam hatte mit seinen innovativen, aber noch recht rohen Entwürfen 1927 eine Welle an Entwicklungen in Gang gesetzt.

    Grund für das plötzliche Interesse war die Verfügbarkeit eines neuen Materials für den Möbelbau. Stahlrohr ermöglichte stabile Konstruktionen bei minimalem Materialverbrauch. Marcel Breuer etablierte sich als Pionier in diesem Bereich und hat entscheidend zum weltweiten Erfolg deutscher Stahlrohrmöbel beigetragen.

    Form und Material sind hier ein ideales Team. Die einzigartigen Eigenschaften des Materials machten die erfolgreiche Umsetzung erst möglich. Umgekehrt trugen die neuartige Verwendungsmöglichkeiten des Materials zu seiner schnellen Verbreitung bei.

    Und nicht zuletzt ist der Cesca Stuhl repräsentativ für die gelungene Umsetzung der Theorien des Bauhaus.

    Der Cesca Freischwinger B64 ist abgesehen von den Armlehnen ident mit dem B32. Während der Rahmen aus Stahlrohr erwartungsgemäß minimalistisch reduziert ist,  sorgen Sitz und Rückenlehne für einen angenehmen Kontrast. Das durch Thonet populär gewordenen Wiener Geflecht, gerahmt von Buchenholz verleiht den Stühlen ihre wohnlichen Qualitäten. Das organische Geflecht macht sie nicht nur zu bequemen Sitzgelegenheiten sondern sorgt auch visuell für eine warme Note, die viele andere Bauhaus Klassiker missen lassen.

    Der Marcel Breuer Stuhl wird bevorzugt als Esszimmerstuhl genutzt und gerade in offenen Koch-/Essbereichen auch gerne als Küchenstuhl. 

    Diese Designerstühle sind eindeutig mehr als gutes Lehrmaterial für Designstudenten. 

  • Bauhaus

    Bauhaus Möbel (1919-1933)

     

    Fast ein ganzes Jahrhundert nach seiner Gründung inspiriert die Bauhaus-Schule immer noch Künstler aller Disziplinen.

    Damals die modernste und umstrittenste Kunstschule der 20er Jahre, umschreibt der Begriff Bauhaus heute eine ganze Stilrichtung in dessen Zentrum der Funktionalismus steht. Diesem Thema hat sich die Bauhausschule während seiner gesamten Existenz gewidmet und damit ein neues Verständnis von Kunst, Handwerk und Architektur geschaffen.

    Heute eine Selbstverständlichkeit, damals eine Neuheit, verband es die traditionell getrennten Bereiche der Bildenden, Angewandten und Darstellenden Kunst. Als Heimstätte der Avantgarde beeinflusst es noch heute Anhänger sowie Kritiker.

    Kunst nicht nur als Alleinzweck sondern in Verbindung mit Handwerk und in den späteren Jahren, Technik, zu verstehen war eine der revolutionären Lehraufgaben. Dabei ermunterte die Schule zu Entwürfen die durch neue Materialien, Techniken oder einfach nur einen anderen Blickwinkel zu Sensationen wurden.

    Der neuartigen Organisation des Schulbetriebes durch seinem Gründer Walter Gropius verdankt das Bauhaus verschiedene Werkstätten. Geleitet wurden sie jeweils von zwei Meistern unter anderem für Keramik, Metall, Holz- und Steinbildhauerei. Einem Meister der Form, dem Künstler und einem Meister des Handwerks. Jede Werkstatt hatte eine Produktivabteilung, mit heutigen Forschungsabteilungen zu vergleichen. Ihre Aufgabe war es Prototypen auf Basis von Funktionsanalysen zu entwickeln. Damit hat das Bauhaus die Entwurfsprozesse revolutioniert, nicht nur was  zukünftige Designer entwerfen würden, sondern auch wie. Das Manifest aus dem Jahre 1919 macht dieses Anliegen mit den folgenden Worten sehr klar deutlich:„Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! Ihn zu schmücken war einst die vornehmste Aufgabe der bildenden Künste, sie waren unablösliche Bestandteile der großen Baukunst.... - ... Bilden wir also eine neue Zunft der Handwerker ohne die klassentrennende Anmaßung, die eine hochmütige Mauer zwischen Handwerkern und Künstlern errichten wollte! "

    Das Bauhaus, zuletzt in Berlin angesiedelt, löste sich auf wachsenden Druck der Nazis 1933 auf und viele der im und um das Bauhaus wirkenden Künstler wanderten in den 30er Jahren aus. Mies van der Rohe, Walter Gropius, Marcel Breuer und andere trugen mit ihren Lehr- und Designaufträgen zur internationalen Verbreitung von Bauhausdesign bei.

    „Weniger ist mehr“ wird der letzte Direktor Mies van der Rohe oft zitiert und lässt keinen Zweifel offen. Geradlinigkeit, Funktionalität, Minimalismus sind die treibenden Schlagworte der Designschule. Kunst um der Kunst willen sollte es nicht sein. Die Kunst sollte sich aus den funktionellen Herausforderungen ergeben. 

    Bauhaus Möbel und ihre Bedeutung

    Relativ wenige der tatsächlich am Bauhaus entworfenen Möbel werden heute noch reproduziert aber viele der heute produzierten Designermöbel sind vom Bauhaus inspiriert. Daher ist die Bezeichnung Bauhausmöbel auch als Gattungsbegriff zu verstehen, ein Oberbegriff für funktionale, moderne Möbel. 

    Der Clubsessel B3 von Marcel Breuer, nach seiner Wiederentdeckung in den 60er Jahren, Wassily getauft, ist wohl einer der spektakulärsten Entwürfe davon. Er ist nicht nur eine klare Umsetzung der Designlehre sondern verbindet sie mit technischer Innovation und leitet damit den Siegeszug von Stahlrohrmöbeln ein.

    Auch der etwa zur selben Zeit entstandene Freischwinger aus Stahlrohr schrieb Designgeschichte. Freischwinger, ausgehend von Mark Stams Arbeiten, beschäftigten mehrere Künstler zu dieser Zeit. Einige davon waren kommerziell äußerst  erfolgreich, darunter auch Marcel Breuers Cesca Stuhl und es entwickelte sich ein langjähriger Urheberrechtsstreit der auch die Freischwingermodelle von Mies van der Rohe betraf.

    Mies van der Rohe hat mit dem Pavillon für die Weltausstellung in Barcelona 1929 und der Weissenhof-Siedlung in Stuttgart 1927 wahre Bauhaus Classics geschaffen. Technische Neuerungen und klare Formsprache ergänzen sich mit der für Mies typischen Eleganz. Er verstand es die teilweise kühle Funktionalität in komfortable, ästhetisch höchst ansprechende Bauwerke und Möbel  umzusetzen. Nicht nur seine Freischwinger MR 10 und MR 20 sind Designklassiker die im Sinne des Bauhaus oft zitiert werden. 

    Variationen von Bauhausmöbeln

    Das Bauhaus und Projekte wie die Weissenhof-Siedlung regten den Austausch zwischen internationalen Künstlern und Architekten an.

    In Frankreich arbeiten Le Corbusier und die Irin Eileen Gray an derselben Funktionalität und Geradlinigkeit und wählen Metall für ihre Entwürfe. Allerdings fallen ihre Resultate luxuriöser aus als bei der deutschen Strömung.

    Verschiedene Architekten und Designer greifen die Theorien des Bauhauses auf oder entwickeln sie weiter. So ergeben sich spannende Variationen des gemeinsamen Nenners Funktionalität.

    Bei Mies van der Rohe zeigt es sich in kühler Eleganz. Le Corbusier verleiht ihm eine maschinistische Ästhetik. Die Liege LC4 ist ein wunderbares Beispiel.

    Marcel Breuer stellt sich der Herausforderung von der handwerklichen Seite. Und Eileen Gray erarbeitet den Funktionalismus mit einer humor- und phantasievollen Leichtigkeit.

    George Nelson, später Designdirektor bei Hermann Miller Furniture, interviewte Mies van der Rohe 1931 für das Magazin Pencil Points. Diese und andere Berichte machten das Bauhaus auch in den USA bekannt und inspirierten die industrielle Produktion von Möbeln. So verfolgte Hermann Miller Furniture später ganz gezielt die Massenproduktion von nützlichen und ästhetischen Designermöbeln in Zusammenarbeit mit Designern wie Charles & Ray Eames, Harry Bertoia und Isamo Naguchi und verbindet getreu dem Bauhaus Kunst und Technik auf bestmögliche Weise.

    Das Bauhaus und seine Relevanz für Designermöbel heute

    Bauhausdesigns stehen auch heute noch für einen modernen Lebensstil.  Mit dem Revival der Bauhausklassiker lebt allerdings auch der Widerspruch Luxusartikel statt Massenartikel zu schaffen wieder auf. Denn das war der soziale Anspruch der Bauhäusler. „Die Schaffung von Typen für die nützlichen Gegenstände des täglichen Gebrauchs ist eine soziale Notwendigkeit“ sagte Gropius.

    Dieser Anspruch, neue Wege zu gehen um adäquate Lösungen für soziale Herausforderungen zu finden hat Design letztendlich demokratisiert.

  • Eames Aluminium Group

    Charles & Ray Eames Aluminium Group

     

    Eames Stühle, nicht nur für Mad Men

     

    Eames Designerstühle sind die stilistische Verkörperung der Ära ihrer Geburtsstunde. Besonders deutlich wird das, wenn man die Kulisse der Hitserie Mad Men betrachtet. Die Geschichte handelt von Don Draper, Teilhaber einer Werbeagentur an der Madison Avenue, im New York der 60er Jahre. In vielen Szenen sind die Helden der Werbebranche dabei, Hochglanz-Deals mit Airlines oder der Tabakindustrie abzuschließen. Der aufmerksame Beobachter erkennt dabei oft die Eames Aluminium oder Soft Pad Stühle als stumme Zeugen im Hintergrund. Es fällt einem leicht sich vorzustellen, dass Charles und Ray jeden Moment den Raum betreten.

    Die Handlung verfolgt nicht nur Leben und Karriere des erfolgreichen Frauenhelden sondern auch den sozialen Wandel der Zeit. Der wirtschaftliche Aufstieg der Nachkriegszeit lenkt die Aufmerksamkeit auf unternehmerische Erfolgsgeschichten und immer mehr Menschen nehmen an diesem Prozess teil. Die Eames Entwürfe greifen diese gesellschaftliche Stimmung auf. Sie liefern Lösungen für neue Lebensmodelle und verbreiten ihre optimistische Vision der Zukunft durch ihre egalitären Projekte, darunter auch Ausstellungen und Filme.

    Es herrscht auch in der heutigen Zeit kein Mangel an Auftritten von Eames Möbeln, besonders der Aluminium Stühle, was die Zeitlosigkeit dieser Designermöbel beweist.

    Sie beschwören die Atmosphäre einer vergangenen Ära herauf ohne auf einen längst überholten Trend reduziert zu sein. Wenn man die Aluminium-Stühle betrachtet, käme man nicht auf die Idee, dass diese Designs mehr als 50 Jahre alt sind und doch sind sie seit 1958 in Produktion. Sie erscheinen uns wie alte Bekannte, so oft sehen wir sie in Werbung, Film und Alltag.

    2012 hat die US Vogue die Prada Resort Kollektion in Szene gesetzt und zwar nur mit Hilfe eines klassischen Eames Aluminium Stuhls und den Models natürlich. Wie viel mehr Bestätigung kann ein Entwurf heutzutage bekommen, als die Zustimmung von Anna Wintour, Chefredakteurin der Zeitschrift und bekannt dafür jedes Detail vor Veröffentlichung zu überprüfen.

     

    Der Hintergrund – Entstehung der Aluminium Gruppe

     

    Ursprünglich wurden die Aluminium Chairs als Teil der Inneneinrichtung für die Irwin Miller Residenz in Indiana entworfen. An dem Projekt arbeitete Eero Saarinen und Alexander Girard war für die Inneneinrichtung verantwortlich. Das Ehepaar Eames wurde mit dem Entwurf für eine hochwertige Sitzgruppe für den Außenbereich beauftragt. Das Ergebnis ging allerdings weit darüber hinaus. Charles und Ray wollten eine Stuhlserie schaffen, die allen Ansprüchen gewachsen sein sollte. Für den Außen- als auch Innenbereich geeignet, natürlich wetterfest und dank verschiedener Variationen des Models jedem Sitzbedarf anpassbar, waren die Zielvorgaben der Eames für diese Serie.  

     

    Die Formalitäten

     

    Die Aluminium-Stühle unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den anderen drei Kerngruppen von Eames Chairs. Zum einen hatte Charles Eames die Idee einer einheitlichen Sitzschale verworfen, die er noch mit den Furnierholz-, Plastik- und Drahtstühlen verfolgte. Aluminium und andere Metalle die während des Krieges zu teuer und schwer zu beschaffen waren, waren wieder verfügbar. Technische Fortschritte ermöglichten bessere Lösungen für die Federung zwischen Sitz und Rückenlehne und damit neue Möglichkeiten bequeme, leichte und wie immer vielseitige Sitzmöbel zu kreieren.

    Eames und Hermann Miller Inc. arbeiteten drei Jahre an der Entwicklung. Statt einer Sitzschale wurde ein Textilsitz in den aus elegant geformten Aluminiumteilen bestehenden Rahmen gespannt. Oben und unten ist das Material straff eingerollt, was nicht nur das spätere Durchhängen des Materials verhindert, sondern auch die vollendete Verarbeitung zur Schau stellt. 

     

     

    Von der Terrasse ins Büro – Die Leisure group wird zur Aluminium group

     

    Ironischerweise machten gerade die Stühle und Sessel der “leisure group”, wie die Aluminiumgruppe ursprünglich genannt wurde, eigentlich gedacht für das gemütliche Zusammensitzen im Garten, eine steile Karriere als Bürosessel. Sie sind der Beweis dafür wie Charles und Ray Eames den immer präsenten Gedanken der Multifunktionalität erfolgreich auf ein neues Niveau brachten. Weder im Garten noch im Büro wirken die entsprechenden Modelle je fehl am Platz.

    Die originale synthetische Bespannung des Sitzes wurde bald eingestellt. Die heute vorwiegend verfügbaren Textil- und Ledervariationen sind aussagekräftige Indikatoren für den Wandel vom Outdoor- zum Büromöbel.

    Die Aluminium Chairs sind wunderbarer Ausdruck des Verständnisses, dass die Eames von ihrer Rolle als Designer hatten. Sie boten in einem technisch durchdachten, qualitativ hochwertigen Rahmen Lösungen für verschiedene Situationen des Alltags. Wie diese Ansätze verwertet und genutzt werden, in welchem Rahmen die Entwürfe glänzen können, ist nicht mehr in der Hand des Designers und doch Teil des kreativen Prozesses der Charles & Ray Eames immer begeistert hat.  

    Ableger der Aluminium Gruppe

     

    Der Erfolg der 1958 mit Hermann Miller auf den Markt gekommenen Aluminiumstühle inspirierte Charles Eames zu weiteren Variationen des Themas. Das Team aus Designer und Hersteller erkannte das Potential des Konzeptes für institutionelle und Firmenkunden. Dabei behielten sie den Rahmen der Aluminiumserie weitgehend bei und modifizierten hauptsächlich den Sitz für den jeweiligen Anspruch.   

     

    Chefsache – Die Soft Pad Gruppe

     

    Die Soft Pad Sessel sind ihren Vorbildern sehr ähnlich. Doch obwohl sie dieselben funktionalen Fähigkeiten wie ihre Aluminiumvettern haben, fallen sie deutlich luxuriöser aus. Und das nur Dank der eher schlichten zusätzlichen Polsterung. Die nämlich sorgt dafür, daß man in diesem Bürostuhl beinahe wie in einem Lounger sitzt, nur eben aufrecht und hoffentlich produktiv.

    Eine Ausnahme macht nur der Soft Pad Chaise. Aber auch der macht deutlich, dass die Soft Pad Gruppe für diejenigen unter uns gedacht sind, die etwas mehr von ihrer Umgebung erwarten.

     

    Die Idee für den Soft Pad Chaise wurde 1955 durch ein Gespräch mit Langzeitfreund Billy Wilder angeregt. Er erwähnte dabei seine Angewohnheit, während der Dreharbeiten kurze Ruhepausen einzulegen und seinen Wunsch nach einem Lounger der dazu gerade bequem genug ist, aber nicht verführt ganz einzuschlafen. Die Eames nahmen die Herausforderung an. Liefern sollten sie das Ergebnis allerdings erst viele Jahre später im Jahr 1968. Ein Jahr darauf folgten die Soft Pad Executive Chairs.

    Der Chaise ist übrigens nicht der einzige herausragende Eames Entwurf, den wir dem Regisseur von Some Like It Hot zu verdanken haben. Schon der Eames Lounge Chair aus dem Jahr 1956 war ein Geschenk für ihn.

    Ruht man auf dem besonders schmalen bankartigen Nachfolger verschränkt man beinahe automatisch die Arme über der Brust. Sollte man tatsächlich einschlafen, wird man schnell von den herabrutschenden Armen geweckt. Ein natürlicher Alarm, wohldurchdacht.

    Dieser, nennen wir ihn mal Power Lounger, ist nicht unbedingt ein typisches Eamesmodell. Es ist als hätte Eames ihn mit Hilfe des Bauhauses entworfen.

     

    Die anderen Soft Pad Chairs teilen sich den Rahmen und die verschiedenen Unterbauten mit den Aluminium Chairs und sind ebenso eingängig und von derselben eleganten Unaufdringlichkeit. Beide findet man am häufigsten in Büroräumen, aber sie passen sich genauso gut anderen Einrichtungsszenarien an. Die anspruchsvolle Polsterung ist das Upgrade für die selbst nicht unbequemen Aluminium Chairs. Die separaten Rückenpolster sind die perfekte Unterstützung für den Körper im Sitzen und machen diesen Bürosessel zu einer beliebten Option für Büroräume der gehobenen Klasse.  

     

     Der Time-Life Chair

     

    Unter den Namen Eames Executive Chair vermarktet, ist dieser Sessel ein Gefallen den Charles Eames dem Vorsitzenden von Time-Life, Henry Luce, schuldete. Luce hatte Eames für seinen Beitrag zum Pavillon der Weltausstellung in Moskau 1959 Zugang zu Time-Lifes ausgedehntem Bilderarchiv gewährt. Ein voller Erfolg. Als Gegenleistung bat er Eames einen Sessel für die neue Chefetage zu entwerfen.

    Die Time-Life Sessel sind eine etwas freiere Interpretation der Aluminium Chairs. Sie erscheinen solider, geerdeter als ihre leichten Kollegen.

     

    Im öffentlichen Bereich – Tandem Sling Seats

     

    Die etwas abgewandelten Verwandten der Aluminium Gruppe wurden zum ersten mal auf den Flughäfen O’Hare in Chicago und Dulles in Washington vorgestellt, beides Projekte von Eero Saarinen. Die Sling Seats sind seit ihrer Einführung 1961 eine beliebte und zeitgemäße Option für institutionelle Bereiche und zeigen keine Anzeichen von Erschöpfung.

    Apple verwendete die Sling Seats in ihrem Flagship-Store in Santa Monica, Kalifornien. Intel bewarb die Spieltauglichkeit seiner Laptops mit Tandem Sling Seats im Hintergrund.

     

    Die Aluminium Chairs und deren Variationen haben sich als äußerst gefällige Begleiter für eine Vielzahl verschiedener Anwendungsbereiche und Stile erwiesen. Vom gemütlichen Wohnzimmer bis zum geschäftigen Flughafenterminal, Eames Chairs sind nie fehl am Platz. 

     

     

     

     

     

     

  • Eero Saarinen

    Eero Saarinen Designer Stühle

     

    Eero Saarinen, hauptsächlich als Architekt wirkend, hat durch seine Zusammenarbeit mit der Firma Knoll auch Ruhm mit dem Entwerfen von Designerstühlen erreicht. Im familiären und für die damalige Zeit ungewöhnlich kreativen Umfeld des Möbelherstellers konnten Saarinen und andere zeitgenössische Designer mit Materialien und Formen experimentieren und ihre Visionen verwirklichen.

    Ausgehend von dem Wunsch Tische und Stühle von dem Durcheinander an Beinen zu befreien, begann eine fünfjährige Entwicklungsphase. Nach endlosen Materialtests musste Saarinen letztendlich einsehen, dass das einzelne Piedestal auf dem die Stühle und Tische seiner Kollektion sitzen sollten nicht aus Plastik gefertigt werden konnte. Den das war die ursprüngliche Idee für den Tulip Stuhl, oft einfach nur Eero Saarinen Stuhl genannt.

    Um aber die Standfestigkeit der Möbel zu gewährleisten musste das Standbein in Aluminiumguss gefertigt werden, während die Sitzschale in Plastik produziert wurde, was bis heute unverändert geblieben ist.

     

    Der Eero Saarinen Stuhl in Aktion

     

    Aufgrund der beruhigenden Uniformität der Tulip Chairs sind sie nicht nur im privaten Bereich sehr beliebt sondern finden oft Verwendung als Konferenzstuhl in Besprechungszimmern. Dabei sorgt auch ihre Nähe zum Organic Design für einen gewissen Wohlfühleffekt, der sowohl professionell als auch privat für eine positive Stimmung sorgt. Die Stühle lassen sich wunderbar mit Tischen verschiedenster Größen kombinieren und sind dank der Drehfunktion auch noch äußerst praktisch in Räumen die nur wenig Platz bieten. 

    Der Tulpenstuhl ist eigentlich ein eigener Stuhltyp, der so wie Freischwinger wenige Jahrzehnte zuvor einen anderen Lösungsansatz als die gängigen vier Stuhlbeine bietet. Die breite Basis mündet in einen schmalen Hals aus der, ähnlich einem Blütenkelch, die Sitzschale hervorgeht. Daher der eingängige Name der Eero Saarinen Designer Stühle.  

    Die Tulip-Serie umfasst eine kleine Kollektion von Designermöbeln. Darunter der Stuhl selbst in zwei Ausführungen, einmal mit und einmal ohne Armlehnen. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Tischen in verschiedenen Größen und Dimensionen.

    Der Saarinen Stuhl ist aber keineswegs an seine Namensvettern gebunden und kann ganz frei und locker nach Lust und Laune kombiniert werden. Sogar in Heimbüros findet er inzwischen ein Plätzchen um gute Stimmung zu verbreiten. Der Sitzkomfort den dieser Designerstuhl bietet, macht es möglich. 

  • Eames Plastic Chairs

    Charles & Ray Eames Plastic Chairs

    Die Reihe der fiberglasverstärkten Plastikstühle ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Charles und Ray Eames ihre Ideen den neuesten verfügbaren Technologien anpassten und industrielle Neuentwicklungen in die Möbelwelt integrierten. Mit diesem Material endlich konnte sich die multifunktionelle Stuhlkollektion, die ihnen vorschwebte, entfalten. 

    Der Anfang - von Blech zu Plastik

    Wieder einmal war die Aufgabenstellung eine Sitzschale aus einen Stück zu kreieren, für einen Stuhl der leicht, vielseitig verwendbar und günstig zu produzieren sein sollte.

    Auch die Formholzstühle begannen ihre Entwicklungsreise am selben Ausgangspunkt, aber verschiedene Versuche und die Erfahrung mit dem Material auch ausserhalb des Möbeldesigns, führten zu der Schlussfolgerung, daß zumindest mit Formholz eine andere Vorgehensweise zielführender wäre. Daher gind es bei den Plywood Chairs letztendlich eher darum innovative Verbindungstücke zwischen Sitz und Rückenteil zu entwickeln um höchstmöglichen Komfort mit machbaren Produktionsmethoden to verbinden. 

    Anders bei den Plastic Chairs. Deren Entwicklung begann - wer hätte das gedacht - mit einem Entwurf der ursprünglich aus geformeten Metallblech gefertigt werden sollte. Die Technik wurde damals erfolgreich in der Automobilindustrie angewandt und von den Eames für die Möbelproduktion adaptiert. Wie schon für die Formholzstühle war ein Wettbewerb des Museum of Modern Art für massenproduzierbare Möbelentwürfe die Plattform um die neuen Designerstühle zu präsentieren. Die Plastikstühle sollten jahrzehntelang erfolgreich produziert werden obwohl sich die eigentlichen Wettbewerbsbeiträge als zu teuer für die Massenproduktion erwiesen. Das gleiche Schicksal hatte auch den Gewinnerstuhl aus Formholz von Charles Eames und Eero Saarinen für den Organic Design Wettbewerb 1940 ereilt. 

    Die anfänglichen Entwürfe der Plastikstühle für die International Competition for Low-Cost Furniture Design im Jahre 1948 waren gar nicht aus Plastik. Vorgesehen war lackiertes oder beschichtetes Metallblech. Bis allerdings realistische Modelle für die Massenproduktion präsentiert wurden, hatte Eames seine Meinung geändert. Er fand heraus, daß fiberglasverstärktes Plastik besser für die Prozesse der Massenherstellung geignet war und verwarf die Idee die Sitzschalen aus Metall zu fertigen. Er sollte auf lange Sicht recht behalten, machte aber bei dem Wettbewerb nur den zweiten Platz. Die Jury glaubte and die Tauglichkeit von Metallblech und dementsprechend gewann ein solcher Entwurf.  

    Eine Schale für alle - die Vieleitigkeit eines Designerstuhls 

    Nachdem sich das Stanzen von Metallplatten als zu kostspielig erwies, erregte Fiberglas die Aufmerksamkeit des Eames Office. Mit Zenith Plastics fand sich auch ein kompetenter Partner um die entsprechenden Prototypen zu fertigen und die Produktion zu beginnen. Die Plastic Chairs waren geboren.

    Fiberglas fand schon während des Krieges umfangreiche Verwendung. Es war formbar und ermöglichte Charles Eames und der Firma Hermann Miller eine ganze Serie von Stühlen auf den Markt zu bringen, die alle auf der gleichen Sitzschale beruhten. Dank der innovativen Verbindung von Sitzfläche mit verschiedenen Untergestellen ergab sich daraus eine äusserst funktionelle und vielseitige Kollektion.  

    Als ob man darauf hinweisen wollte, daß alles damit möglich sei, wurde die moderne Sitzschale sogar zu einem Schaukelstuhl. Der Eames Plastic Armchair RAR oder auch Rocking Chair with rod base, ist unerwarted leicht und einfach für einen Schaukelstuhl und ein charmanter Designklassiker. Für einige Zeit nach seiner Markteinführung schenkte Hermann Miller diesen Stuhl allen frischgebackenen Eltern unter den Mitarbeitern. 

    Die üblichen Varianten der Eames Plastikstühle eignen sich für jede Situation da man zwischen verschiedenen Untergestellen wählen kann.  

    • DAW oder DSW: Dining Armchair/Side Chair with Wood base d.h. Esstischstuhl mit oder ohne Armlehen Armlehnen und Unterbau aus Holz
    • DAR oder DSR: Dining Armchair/Side Chair with Rod base d.h. Esstischstuhl mit oder ohne Armlehnen und Stangenunterbau 
    • DAX oderr DSX: Dining Armchair/Side Chair with X-base d.h. Esstischstuhl mit oder ohne Armlehnen und x-förmigem Unterbau

    Bei steelform erhalten sie sowohl die Modelle mit Holzunterbau als auch mit Stangenunterbau und natürlich den RAR Schaukelstuhl. Fügt man dieser Auswahl noch die verschiedenen Farben und optionalen Sitzpolster hinzu ergeben sich fast unendlich viele Kombinationen. 

    Zurück zu den Wurzeln - von Fiberglas zu Polypropylen zurück zu Fiberglas und Furnierholz

    Hermann Miller bietet die Sitzschale seit 2004 in einer überarbeiteten Polypropylen-Version an, die das glasfaserverstärkte Material ersetzte da damit gewisse Umwelt- und Gesundheitsrisiken verbunden wurden. Fiberglas selbst ersetzte das Asbest in den 50er Jahren, aber die chemischen Gemeinsamkeiten gaben Grund zu der Annahme, daß auch die selben Risiken vorlagen und so wurden die glasfaserverstärkten Sitzschalen abgesetzt. Vor kurzem führte die Firma eine Retro-Edition ein, wobei das Fiberglas mittels eines monomer-freien Prozesses gebunden wird, das auch die gesundheitlichen Bedenken bei Verwendung des Materials eliminiert. Es ist die selbe Art von Glasfaser, die auch bei den bei steelform erhältlichen Modellen Verwendung findet. 

    Und der evolutionäre Prozess ist noch nicht zu Ende. Die neueste Edition ist nicht einmal mehr ein Plastikstuhl sondern eine Anspielung auf Eames' erste Versuche dreidimensionale Formen aus Furnierholz herzustellen. Mit der neuesten 3D Furniertechnologie ist der Sprung von Plastik zu Holz, vom ehemals billig produzierten Stuhl zum Luxusobjekt gelungen. 2013 hat das Elitemodell in Holz seinen Weg auf den Markt gefunden.  

pro Seite
Zeige 1 - 12 von 24 Artikeln
  • 801,00 € 890,00 € -10%

    Verchromtes Gestell aus Aluminiumguss. Drehbar. Bezogen mit feinstem Anilinleder oder Hopsack in schwarz. Abmessungen: 50 x 57 x 86 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

    801,00 € 890,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 6 bis 8 Wochen
  • 981,00 € 1 090,00 € -10%

    Verchromtes Gestell aus Aluminiumguss. Drehbar und höhenverstellbar mit Rückenneige. Bezogen mit feinstem Anilinleder oder schwarzem Hopsack. Abmessungen: 50 x 57 x 66-86 (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

    981,00 € 1 090,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 6 bis 8 Wochen
  • 1 071,00 € 1 190,00 € -10%

    Verchromtes Gestell aus Aluminiumguss. Drehbar und höhenverstellbar mit Rückenneige. Bezogen mit feinstem Anilinleder oder schwarzem Hopsack. Abmessungen: 50 x 57 x 101-112 (Breite x Tiefe x Höhe)Farbmuster ansehen

    1 071,00 € 1 190,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 6 bis 8 Wochen
  • 1 161,00 € 1 290,00 € -10%

    Verchromtes Gestell aus Aluminumguss. Drehbar und höhenverstellbar mit Rückenneige. Schaumstoffpolsterung mit feinstem Anilinleder bezogen. Abmessungen: 50 x 57 x 66-86 (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

    1 161,00 € 1 290,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 20 Tage
  • 1 341,00 € 1 490,00 € -10%

    Verchromtes Gestell aus Aluminumguss. Drehbar und höhenverstellbar mit Rückenneige. Schaumstoffpolsterung mit feinstem Anilinleder bezogen. Abmessungen: 50 x 57 x 101-112 (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

    1 341,00 € 1 490,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 bis 4 Wochen
  • 585,00 € 650,00 € -10%

    Drehbare Sitzschale aus Fiberglas. Fuss aus beschichtetem Aluminiumguss. Sitzpolster mit Leder bezogen.  Abmessungen: 49 x 53 x 81 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

    585,00 € 650,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 bis 4 Wochen
  • 747,00 € 830,00 € -10%

    Drehbare Sitzschale aus Fiberglas. Fuss aus beschichtetem Aluminiumguss. Sitzpolster mit Leder oder Baumwollstoff bezogen.Abmessungen: 48 x 59 x 81 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

    747,00 € 830,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 bis 4 Wochen
  • 189,00 € 210,00 € -10%

    Farbig lasiertes oder lackiertes Formsperrholz auf verchromtem Fussgestell. Abmessungen: 54 x 43 x 79 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Sitzhöhe: 44 cm Die Sitzfläche des Serie 7 Stuhls ist in verschiedenen Varianten erhältlich: Als reines Naturholz oder als lackierte Variante in RAL Farbtönen, bitte fragen Sie uns. Farbmuster ansehen

    189,00 € 210,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 bis 4 Wochen
  • 261,00 € 290,00 € -10%

    Sitzschale aus Fiberglas. Gestell aus poliertem Edelstahldraht, mittels Silentblöcken an der Sitzschale befestigt. Abmessungen: 63 x 60,5 x 80,5 cm (Breite x Tiefe x Höhe)

    261,00 € 290,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 Monate
  • 261,00 € 290,00 € -10%

    Sitzschale aus Fiberglas. Gestell aus Edelstahldraht und Buchenholzstäben, mittels Silentblöcken an der Sitzschale befestigt. Abmessungen: 63 x 58 x 82 cm (Breite x Tiefe x Höhe)

    261,00 € 290,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 Monate
  • 225,00 € 250,00 € -10%

    Sitzschale aus Fiberglas. Gestell aus Edelstahldraht und Buchenholzstäben, mittels Silentblöcken an der Sitzschale befestigt. Abmessungen: 47 x 55 x 82 cm (Breite x Tiefe x Höhe)

    225,00 € 250,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 Monate
  • 225,00 € 250,00 € -10%

    Sitzschale aus Fiberglas. Gestell aus Edelstahldraht und Buchenholzstäben, mittels Silentblöcken an der Sitzschale befestigt. Abmessungen: 47 x 51,5 x 81,5 cm (Breite x Tiefe x Höhe)

    225,00 € 250,00 € -10%
    Reduzierter Preis!
    Lieferzeit 3 Monate
Zeige 1 - 12 von 24 Artikeln

Designer Stühle

 

Nicht nur als solche ausgezeichnete Designer Stühle, jeder Stuhl ist für einen Möbeldesigner eine Herausforderung. Mehr als jedes andere  Möbelstück beansprucht der Stuhl den Designer als Konstrukteur. Das schönste Design ist bedeutungslos, wenn es nicht zweckdienlich ist. Was nutzt ein Sitzmöbel auf dem man nicht gut sitzen kann?

Winkel, Flächen und Kräfte die einwirken müssen berücksichtigt werden. Ganz besonders wenn das Design vom Herkömmlichen abweichen soll. Denn ergonomisch betrachtet ist ein Stuhl ein anspruchsvolles Wesen. Er soll nicht nur unser Gewicht tragen, sondern unseren Körper optimal unterstützen. Besonders heute dient ein Stuhl nicht mehr nur zum kurzen Verweilen. Oft verbringt man den Großteil eines Tagen in sitzender Haltung. Besonders an den modernen Bürostuhl werden hohe Anforderungen gestellt. 

Umso mehr Beachtung verdienen Designer Stühle, die der Designwelt schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts neue Konzepte schmackhaft machten. 

 

Charles Eames & Co: Klassische Designer Stühle aus den USA

 

Charles Eames, Harry Bertoia, Eero Saarinen haben die Evolution der Designerstühle vorangetrieben, indem sie mit neuen Formen experimentiert haben. Grundlegend dabei ist, dass sie dem Wohndesign neue Materialien erschlossen haben und erst damit neue Möglichkeiten zur Formenfindung.

Eames hat sich dabei gleich mehrmals Lorbeeren verdient. Zunächst mit seinen frühen Experimenten mit geformten Schichtholz. Er und seine Frau Ray befassten sich intensiv mit ergonomischen Formen und tüftelten lange an einer Sitzschale aus einem Stück, die den Körper im Sitzen optimal unterstützen sollte. Daraus ergab sich letztendlich die Serie der Plastikstühle.

Die Ergonomie blieb, die Sitzschale verschwand. Es kamen die Aluminium Chairs. Die Konstruktion unterschied sich grundsätzlich von den anderen Entwürfen. Der Aluminiumrahmen dient hier der eingespannten Leder- oder Textilsitzfläche als Formgeber. Viele haben unter den Eames Designer Stühlen seit ihrer Markteinführung 1958 den idealen Schreibtischstuhl gefunden.

Bertoias Verdienst liegt in der innovativen Verwendung von Metall für Stühle. Die Diamond Chairs sind Beweis für die künstlerische Qualität seiner Konstruktion.  Unverkennbar Designerstühle und ein ausgesprochen unkonventioneller Armlehnstuhl.

Eero Saarinen verdient Anerkennung für seine einbeinigen Tulip Entwürfe. Dank seines festen Entschlusses dem Wirrwarr aus Stuhl- und Tischbeinen den Garaus zu machen, können wir uns heute an diesem charmanten Wohnzimmerstuhl erfreuen.

 

 

Mies van der Rohe & Co: Klassische Designer Stühle aus Europa

 

Mies van der Rohes Freischwinger sind berühmt, berüchtigt und sehr beliebt. Zum einen gehören sie zu den Freischwingern der ersten Stunde. Die bis dahin unantastbaren vier Stuhlbeine waren obsolet. Freischwinger sind eine der wenigen wirklich revolutionären Entwicklungen in Bezug auf die Konstruktion eines Sitzmöbels.

Mies van der Rohe sowie Marcel Breuer haben mit dem Bauhaus außerdem die Grundlage für den Siegeszug deutscher Stahlrohrmöbel geschaffen. Denn die späten 20er und die 30er Jahre standen ganz im Zeichen dieses neu erschlossenen Materials. Es ermöglichte das innovative Konzept des Freischwingers materialsparend und trotzdem anspruchsvoll umzusetzen.  Innovation und Ästethik wie man es von Designer Stühlen im Idealfall erwartet.

Während der MR 10 und der MR 20 an Minimalismus kaum zu über- oder besser gesagt unterbieten sind, wurde beim Brno Stuhl schon etwas mehr geklotzt. Sitzpolster sowie ebenfalls gepolsterte Rückenlehne versprechen ein erfreuliches Sitzerlebnis. Beide Modelle eignen sich vorzüglich als Esszimmerstuhl.

Le Corbusiers hat sich dem Thema Stuhl anders genähert. Der LC 7 ist ein Drehstuhl, seine Sitzfläche besteht aus einem Sitzkissen. Allerdings bediente auch er sich des Stahlrohrs, ideal um seine Maschinen-inspirierte Ästhetik zu realisieren.

Nicht vergessen werden sollte auch Eileen Grays Roquebrune Stuhl, ein beinahe zierlicher Designklassiker, der durch seine Schlichtheit beeindruckt.  

Etwa um dieselbe Zeit wie Eames beginnt auch Arne Jacobsen in Dänemark mit Schichtholz zu experimentieren. Herausgekommen sind so erfolgreiche Entwürfe wie der Ant Stuhl und vor allem die 7 Series Stühle. Es heißt das seien die meistverkauften Designerstühle der Welt. Mit Sicherheit gehören sie zu den sympathischsten Designermöbeln.