Bauhaus  Es gibt 6 Produkte.

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    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken mit Kernleder bespannt. Abmessungen: 49 x 69 x 79 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Farbmuster ansehen

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    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken mit Kernleder bespannt. Abmessungen: 54 x 82 x 79 cm (Breite x Tiefe x Höhe) Sitzhöhe 46 cm Farbmuster ansehen

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    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Schaumstoffpolsterung auf Hartholzrahmen. Bezug in Semianilinleder oder Anilinleder (Aufpreis 100 €) Abmessungen: 55 x 62 x 75,5 cm (Breite x Tiefe x Höhe)   Farbmuster ansehen

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    Gestell aus verchromtem Federstahl. Schaumstoffpolsterung auf Hartholzrahmen. Bezug in Semianilinleder oder Anilinleder (Aufpreis 100 €) Abmessungen: 59 x 59 x 75,5 cm (Breite x Tiefe x Höhe)   Farbmuster ansehen

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    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken Wiener Geflecht auf Buchenholzrahmen. Natur oder schwarz lackiert. Abmessungen: 47 x 60 x 80 cm ( W x D x H )

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  • 207,00 € 230,00 € -10%

    Gestell aus verchromtem Stahlrohr. Sitz und Rücken Wiener Geflecht auf Buchenholzrahmen. Natur oder schwarz lackiert. Abmessungen: 55 x 60 x 80 cm ( W x D x H )

    207,00 € 230,00 € -10%
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Bauhaus Möbel (1919-1933)

 

Fast ein ganzes Jahrhundert nach seiner Gründung inspiriert die Bauhaus-Schule immer noch Künstler aller Disziplinen.

Damals die modernste und umstrittenste Kunstschule der 20er Jahre, umschreibt der Begriff Bauhaus heute eine ganze Stilrichtung in dessen Zentrum der Funktionalismus steht. Diesem Thema hat sich die Bauhausschule während seiner gesamten Existenz gewidmet und damit ein neues Verständnis von Kunst, Handwerk und Architektur geschaffen.

Heute eine Selbstverständlichkeit, damals eine Neuheit, verband es die traditionell getrennten Bereiche der Bildenden, Angewandten und Darstellenden Kunst. Als Heimstätte der Avantgarde beeinflusst es noch heute Anhänger sowie Kritiker.

Kunst nicht nur als Alleinzweck sondern in Verbindung mit Handwerk und in den späteren Jahren, Technik, zu verstehen war eine der revolutionären Lehraufgaben. Dabei ermunterte die Schule zu Entwürfen die durch neue Materialien, Techniken oder einfach nur einen anderen Blickwinkel zu Sensationen wurden.

Der neuartigen Organisation des Schulbetriebes durch seinem Gründer Walter Gropius verdankt das Bauhaus verschiedene Werkstätten. Geleitet wurden sie jeweils von zwei Meistern unter anderem für Keramik, Metall, Holz- und Steinbildhauerei. Einem Meister der Form, dem Künstler und einem Meister des Handwerks. Jede Werkstatt hatte eine Produktivabteilung, mit heutigen Forschungsabteilungen zu vergleichen. Ihre Aufgabe war es Prototypen auf Basis von Funktionsanalysen zu entwickeln. Damit hat das Bauhaus die Entwurfsprozesse revolutioniert, nicht nur was  zukünftige Designer entwerfen würden, sondern auch wie. Das Manifest aus dem Jahre 1919 macht dieses Anliegen mit den folgenden Worten sehr klar deutlich:„Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! Ihn zu schmücken war einst die vornehmste Aufgabe der bildenden Künste, sie waren unablösliche Bestandteile der großen Baukunst.... - ... Bilden wir also eine neue Zunft der Handwerker ohne die klassentrennende Anmaßung, die eine hochmütige Mauer zwischen Handwerkern und Künstlern errichten wollte! "

Das Bauhaus, zuletzt in Berlin angesiedelt, löste sich auf wachsenden Druck der Nazis 1933 auf und viele der im und um das Bauhaus wirkenden Künstler wanderten in den 30er Jahren aus. Mies van der Rohe, Walter Gropius, Marcel Breuer und andere trugen mit ihren Lehr- und Designaufträgen zur internationalen Verbreitung von Bauhausdesign bei.

„Weniger ist mehr“ wird der letzte Direktor Mies van der Rohe oft zitiert und lässt keinen Zweifel offen. Geradlinigkeit, Funktionalität, Minimalismus sind die treibenden Schlagworte der Designschule. Kunst um der Kunst willen sollte es nicht sein. Die Kunst sollte sich aus den funktionellen Herausforderungen ergeben. 

Bauhaus Möbel und ihre Bedeutung

Relativ wenige der tatsächlich am Bauhaus entworfenen Möbel werden heute noch reproduziert aber viele der heute produzierten Designermöbel sind vom Bauhaus inspiriert. Daher ist die Bezeichnung Bauhausmöbel auch als Gattungsbegriff zu verstehen, ein Oberbegriff für funktionale, moderne Möbel. 

Der Clubsessel B3 von Marcel Breuer, nach seiner Wiederentdeckung in den 60er Jahren, Wassily getauft, ist wohl einer der spektakulärsten Entwürfe davon. Er ist nicht nur eine klare Umsetzung der Designlehre sondern verbindet sie mit technischer Innovation und leitet damit den Siegeszug von Stahlrohrmöbeln ein.

Auch der etwa zur selben Zeit entstandene Freischwinger aus Stahlrohr schrieb Designgeschichte. Freischwinger, ausgehend von Mark Stams Arbeiten, beschäftigten mehrere Künstler zu dieser Zeit. Einige davon waren kommerziell äußerst  erfolgreich, darunter auch Marcel Breuers Cesca Stuhl und es entwickelte sich ein langjähriger Urheberrechtsstreit der auch die Freischwingermodelle von Mies van der Rohe betraf.

Mies van der Rohe hat mit dem Pavillon für die Weltausstellung in Barcelona 1929 und der Weissenhof-Siedlung in Stuttgart 1927 wahre Bauhaus Classics geschaffen. Technische Neuerungen und klare Formsprache ergänzen sich mit der für Mies typischen Eleganz. Er verstand es die teilweise kühle Funktionalität in komfortable, ästhetisch höchst ansprechende Bauwerke und Möbel  umzusetzen. Nicht nur seine Freischwinger MR 10 und MR 20 sind Designklassiker die im Sinne des Bauhaus oft zitiert werden. 

Variationen von Bauhausmöbeln

Das Bauhaus und Projekte wie die Weissenhof-Siedlung regten den Austausch zwischen internationalen Künstlern und Architekten an.

In Frankreich arbeiten Le Corbusier und die Irin Eileen Gray an derselben Funktionalität und Geradlinigkeit und wählen Metall für ihre Entwürfe. Allerdings fallen ihre Resultate luxuriöser aus als bei der deutschen Strömung.

Verschiedene Architekten und Designer greifen die Theorien des Bauhauses auf oder entwickeln sie weiter. So ergeben sich spannende Variationen des gemeinsamen Nenners Funktionalität.

Bei Mies van der Rohe zeigt es sich in kühler Eleganz. Le Corbusier verleiht ihm eine maschinistische Ästhetik. Die Liege LC4 ist ein wunderbares Beispiel.

Marcel Breuer stellt sich der Herausforderung von der handwerklichen Seite. Und Eileen Gray erarbeitet den Funktionalismus mit einer humor- und phantasievollen Leichtigkeit.

George Nelson, später Designdirektor bei Hermann Miller Furniture, interviewte Mies van der Rohe 1931 für das Magazin Pencil Points. Diese und andere Berichte machten das Bauhaus auch in den USA bekannt und inspirierten die industrielle Produktion von Möbeln. So verfolgte Hermann Miller Furniture später ganz gezielt die Massenproduktion von nützlichen und ästhetischen Designermöbeln in Zusammenarbeit mit Designern wie Charles & Ray Eames, Harry Bertoia und Isamo Naguchi und verbindet getreu dem Bauhaus Kunst und Technik auf bestmögliche Weise.

Das Bauhaus und seine Relevanz für Designermöbel heute

Bauhausdesigns stehen auch heute noch für einen modernen Lebensstil.  Mit dem Revival der Bauhausklassiker lebt allerdings auch der Widerspruch Luxusartikel statt Massenartikel zu schaffen wieder auf. Denn das war der soziale Anspruch der Bauhäusler. „Die Schaffung von Typen für die nützlichen Gegenstände des täglichen Gebrauchs ist eine soziale Notwendigkeit“ sagte Gropius.

Dieser Anspruch, neue Wege zu gehen um adäquate Lösungen für soziale Herausforderungen zu finden hat Design letztendlich demokratisiert.